Das die ehemals für die Online Content LTD. arbeitenden Anwältin L. und deren aktuell diese Tätigkeit ausführende Anwältin Katja Günther trotz unterschiedlicher Kanzleien das gleiche Postfach gemietet haben erscheint schon auffällig.
Noch auffälliger wird es wenn man hinschaut und bemerkt das die Mahnungen der zwei verschiedenen Kanzleien in der Optik und Gestaltung
nahezu identisch sind. Schnell wird klar: Die verwenden die gleiche Software, möglicherweise auch die gleiche Hardware.
Software?Michael Burat, wohnhaft in Frankfurt, sehr angeblich nur vormals gemeinsam mit seinem Freund Ronny Neugeboren Inhaber der Seiten für deren teils wohl nur angebliche Nutzung aktuell unter Verweis auf den Namen der Katja Günther gemahnt wird, hat ein weiteres Geschäftsfeld:
Seit langer Zeit betreibt Burat die Domain "raoffice.de" (derzeit nicht erreichbar) Dort kündigt er unter der Firmierung "Software for Lawyers e.K." den Vertrieb einer Software für Rechtsanwälte an. Für die Firma "Software for Lawyers e.K." wurden auch mehrfach "Callcenter-Agents" geworben, teils über das Arbeitsamt Hanau.
Wofür das denn, wenn es diese Software (noch) gar nicht gibt?Es kann sein, dass diese "Callcenter-Agents" gar nicht für die "Software for Lawyers e.K." arbeiten sollten - sondern für die Geschäfte der damals Hanauer "OnlineContent Ltd.", die wohl besser nicht beim Arbeitsamt vorstellig geworden ist. Oder: Das es diese Software doch schon gibt.
Fakten, Rückschlüsse und VermutungenNun geht der Autor auf Grund einer ganzen Anzahl handfester Funde in whois-daten und anderer Merkmale davon aus, dass auch nach Umfirmierungen und angeblichen Personenwechseln noch immer Michael Burat und Ronny Neugeboren (beide in der Dialerbranche bekannt) hinter der "Online Content Ltd." stehen.Michael Burat gab oder gibt auf seiner (derzeit nicht erreichbaren) Webseite "burat.de" die beiden nicht umstrittenen, sondern
verrufenen Münchner
Rechtsanwälte Günter Freiherr von Gravenreuth und Bernhard Syndikus als seine Rechtsvertreter, respektive
besonders fähigen Datenschutzbeauftragten an. Michael Burat soll nach etlichen Verlautbarungen zudem einige Zeit als Testkäufer für die Kanzlei Gravenreuth und Syndikus gearbeitet haben. "Die Burate" (angeblich sein Spitzname in gewissen Frankfurter Kreisen) a.k.a. Michael Burat ist, so scheint es, stolz auf dieses Umfeld. Andere, möglicherweise wenigstens halbwegs seriöse Firmen haben z.B. den Namen "Günter Freiherr von Gravenreuth", der sicher einst zur Abschreckung dienen sollte (dies aber auch infolge der Berichte auf Rotglut.org über dessen "
Fähigkeiten und
Erfolge" wohl
kaum noch tun kann), von ihren
Webseiten getilgt.
Tatsache: Beide Rechtsanwälte Burats wohnen oder arbeiten in München.Da
Bernhard Syndikus noch für ein paar Jahre Bewährung hat liegt hier der gar nicht sehr vage Verdacht nahe, dass die Rechtsanwältinnen lediglich Ihren Name gegen Geld geben und die tatsächliche Bearbeitung nicht in deren Kanzleien - sondern in einem z.B. von Bernhard Syndikus gemieteten und geleiteten Büro stattfindet. Immerhin sind allein am 11.2.2008 scheinbar mehrere zehntausend Mahnungen "rausgegangen". Das erfordert neben einer prallen Portokasse auch Einiges an Platz und Technik - die für gewöhnlich nur darauf spezialisierte Unternehmen haben. Da kann man den Dienstleister nicht "mal eben" wechseln.
Bernhard Syndikus hatte an seiner selbst behaupteten Geschäftsadresse in der Münchner Veterinärstraße 11 nach eigener Ansicht des Autors vor wenigen Monaten kein Kanzleischild: Unglaubwürdig wenn er behaupten würde er suche nach Mandanten. Von der "MV-Medien GmbH", wo Syndikus Geschäftsführer ist (oder war), hat der Autor außer von deren Anmeldung nichts gehört oder gelesen. Also: Wovon lebt eigentlich dieser Bernhard Syndikus?
Konkret hat der Autor den Verdacht, dass Bernhard Syndikus in die Geschäfte der "Online Content Ltd." involviert ist - dieses aber verbergen will, weil es doch irgendwie strafbar sein könnte, was die "Online Content Ltd." betreibt und er wenig Lust auf einen 10-monatigen "Hotelaufenthalt mit Zwangsbuchung" verspürt.
Wäre der Autor in dieser Situation und solchen Geistes würde er auch lieber ein Postfach und einen Namen mieten.Die Verwendung von 01805-er Telefonnummern durch beide Anwältinnen ist unter diesem Aspekt auch kein Zufall: diese können von den Vermietern der Nummern auf einen beliebigen Anschluss umgeleitet werden. Also auch in ein beliebiges Büro oder "Callcenter". Das ist ein Stichwort: Wonach suchte Michael Burats "Software for Lawyers e.K." doch gleich? Richtig! "Callcenter-Agents" für eingehende Anrufe ... 01805er Telefonnummern gibt es unter anderem bei der "Global Netcom GmbH" in Güstrow. Geschäftsführer ist laut Webseite: Bernhard Syndikus. Mit der "Global Netcom GmbH" dürfte übrigens seit dem Niedergang des Dialerunwesens kaum noch Geld zu machen sein. Das beste Beispiel hierfür ist der nach einigen Quellen ziemlich hoch verschuldete Mario Dolzer - ein "Global Netcom"-Kunde und Ex-Syndikus-Mandant, dem Günter Freiherr von Gravenreuth ganz kollegial-solidarisch eine für die Öffentlichkeit bestimmte und auch vom Gerichtsvollzieher besuchte Adresse
auf dem Bauernhof seiner Schwester verschaffte. (Wo Dolzer aber "
aus gutem Grund" nie wohnte ...)
Nicht undenkbar ist es natürlich, dass die oben erwähnte Software von Michael Burats "Software for Lawyers e.K." stammt und zusammen mit dem Geschäft "Mahnen für die Online Content Ltd." vermietet wird. Es auch nicht undenkbar dass die Münchner Anwältinnen auf der Jagd nach dem Geld für die nicht gerade geringen Kanzleimieten allerhand mach(t)en, wovon viele Kollegen (wohl auch Gravenreuth und Syndikus) zumindest offiziell lieber Abstand nehmen.
Frau Celine Lürmann soll die Tätigkeit für die "Online Content Ltd." aufgegeben haben, aber das ist ja augenscheinlich. Dies zeigt wie richtig es ist neben den Handlungen immer auch über die konkreten Personen zu berichten.
Aus Versehen hatte ich an unpassender Stelle "Münchner Rechtsanwälte" geschrieben. Ich möchte mich bei den als solche auch akzeptierbaren Münchner Rechtsanwälten entschuldigen, der Fehler ist korrigiert.