Der "böse"
heise-Verlag tut es. Virenbekämpfer haben es auch getan, das "Unding":
Die haben allen Ernstes die Wunder vollbringende "k.exe" des tapferen "Dialer-Marios" als "
Trojaner" benannt. Der ist nun sauer und schmeisst seinem Anwalt Geld in den weit offenen Rachen, will wohl klagen.
Ist er das zu Recht?Schauen wir einfach einmal in die Geschichte und einmal in die Gegenwart.
Troja etwa 1200 vor Christi Geburt: Die Griechen um Odysseus sind am Belagern, die Trojaner sitzen sicher hinter dicken Mauern. Krieg führen war damals nichts schönes und gerade das Erstürmen von Städten war damals nicht so einfach wie heute,
wo sich amerikanische Soldaten ärgern, dass ihnen die Luftwaffe die Arbeit abnimmt. Troja war damals also nicht einfach zu stürmen oder zu
hamburgisieren. Der Seher Kalchas rief also eine Versammlung der vornehmsten Helden zusammen und riet,
Troja nicht mit Gewalt, sondern mit Hilfe einer List zu erobern.Heute: Das Geschäft mit den Dialern wird immer schwieriger. Die Maßnahmen des Gesetzgebers und der RegTP sorgen dafür, dass man selbst mit einem
IQ unter 20 kaum noch in Verlegenheit gerät "OK" in drei Fensterchen einzugeben. Auch das Surfen für 1,86 Euro/min
auf ganz normalen Webseiten muss jetzt unterbunden werden. Die Anzahl der Mitbewerber, die auch das große Geld "einfach und bequem von zu Hause aus" "verdienen" will ist groß. Das macht alles keinen Spaß mehr und man braucht für seine Dialer eine Menge
Webseiten um auch den letzten
Idioten dazu zu bekommen sich diese Art von "kostenlosem Zugangstool" zu installieren und folglich den Lebensstandard von "Dialer-Mario" und dessen Gerichtshanseleien zu finanzieren. Eine Idee muss her!
- In beiden Fällen ein Motiv, welches aus tiefer Frustration geboren wurde. Ein Punkt für den Trojaner-Vergleich.
Troja damals: Die Mannen der Griechen bauten ein nettes Holzpferd, stellten es vor die Stadt und zogen sich scheinbar zurück. Es gab damals wie heute keine Vorschrift und keine Definition wie ein solches Holzpferd auszusehen hatte, damit es den Namen tragen darf. Das antike hölzerne Pferdedenkmal jedenfalls war innen hohl und wohl auch groß genug für einige Mannen, die der Stadt Troja dann nächtens Übles antaten: diese öffneten, sicher nicht ohne Anweisung ihres Kriegsherren Odysseus, die Stadttore.
München heute: "Dialer Mario" Dolzer setzt sich hin und kreiert ein Programm. Dieses Programm öffnet ein Tor auf Port 6666 und bietet sich dort selbst zum Download an. Es öffnet also ein Tor. Ferner kann es sich selbst updaten, also von Dolzers Servern eine neue Version nachladen und ansonsten tun und lassen was der Dialer-Dolzer will.
- In beiden Fällen wird ein Tor geöffnet. Der zweite Punkt für den Trojaner-Vergleich.
Die Trojaner waren wohl tolle Helden, aber beschränkt im Geist, zumindest in der Bildung. Die sahen die Griechen abziehen und das monumentale Pferd stehen. Die holten es in die Stadt. Ob das gut war?
Alles was sie getan und erduldet im mühsamen Kriegszug,
Gleich als hättest du selbst es gesehen oder gehöret.
Fahre nun fort, und singe des hölzernen Rosses Erfindung,
Welches Epeios baute mit Hilfe der Pallas Athene,
Und zum Betrug in die Burg einführte der edle Odysseus,
Mit bewaffneten Männern gefüllt, die Troja bezwangen.
München heute: Dolzer lässt nicht etwa ein Pferd vor der Stadt oder
gar im ersten Stock des Hofbräuhauses stehen, er bietet einfach seine k.exe zum Download an. Da das niemand ohne besonderen Grund tun würde, hat er auch eine Idee, wie er zahlreiche Dummköpfe dazu bekommt das Schweizer Taschenmesser des dialerfinanzierten Dolzers auf den "gut abgesicherten Windows-PC" zu lassen:
WERBEFINANZIERTER GRATIS HARDCORE ZUGANG!
kein Dialer - kein Trojaner - keine Kreditkarte - keine Abos - keine Kosten
Und so funktioniert es!
Lade jetzt unser Plugin herunter:
k2.exe - downloadHurra schreit der mehr oder auch oft weniger muskelbepackte Idiot nach der schnöd-modernen
Werbeaussage und lädt die k.exe herunter und klickt, die Hand schon im Schritt, auf "installieren", "Ja", "zustimmen", "weiter"... Über die dann erreichbaren Inhalte kann ich nichts sagen, aber es ist gemeinhin bekannt, dass bei Dolzers Angeboten auch für viel Geld eher Nutzloses angeboten wurde, zum Beispiel ziemlich allgemeine Beschreibungen statt der (noch gar nicht erschienenen) neuesten Version eines sogannten Downloadtools.
- in beiden Fällen sind es Menschen mit gesundem Körper und intellektuellen Einschränkungen, die sich infolge emotionaler Wallungen "das Ding" ungeprüft in einem Bereich "aufstellen", der eigentlich besonders gesichert sein sollte. Ein Punkt für den Trojanischen Gaul. Der dritte von dreien übrigens.
Sicher haben auch die Trojaner, also die Bewohner Trojas, mal an das Pferd geklopft. Außerdem musste denen beim Transport klar werden:
Das Ding ist hohl,
da kann was drin sein!Was ist mit der k.exe? Hier wird die Funktion der Warnung nicht von hohlen Tönen oder geringem Gewicht sondern von
der angezeigten Lizenz erfüllt. Dolzer schreibt darin so allgemein, dass das Tool sonstwas machen könnte. Der Text stammt scheinbar von einem Anwalt. Ich schätze, von dem selben, der auch diesen Text sehr genau lesen wird. Soll er doch...
- Den Einwohnern Trojas hätte eigentlich klar sein müssen: "Ein hohles Pferd in der Festung?" Der moderne Computerbenutzer: "Ein Programm, welches alles darf?" Beide: "Das will ich nicht haben!" Der vierte Punkt geht an die, die zum Vergleich "Ja" sagen. Bis hierher ist die Übereinstimmung zwischen Trojanischen Pferd und k.exe einfach bestechend. Aber bleibt sie das?
Die Bürger des alten Troja hätten
das Pferd vor der Stadt stehen lassen können. Oder es verbrennen- Kriege waren damals übrigens nur scheinbar grausamer als heute.
Die Wackelköpfe von heute hätten das "Zugangtool" nicht herunterladen müssen oder hätten nach dem Lesen der AGB die Installation abbrechen können. Tatsächlich hätte der Setup an dieser Stelle geendet. Dass muss man Dolzer lassen.
- Dennoch wieder ein Punkt, also der fünfte und letzte für diejenigen, die meinen, die k.exe sei ein Trojanisches Pferd, also abgekürzt ein "Trojaner", denn auch die Bewohner Trojas hätten "abbrechen" können und es wäre nichts geschehen. Mehr ist hier nicht zu untersuchen.
Es gibt tatsächlich keine wirklich offizielle Definition für einen "Trojaner" im Sinne
schadenverursachender Software. "
Die Grenze zwischen Backdoors, Rootkits und Trojanischen Pferden ist fließend, umgangssprachlich werden diese Begriffe häufig synonym verwendet." - kann man auf Wikipedia nachlesen.
Und nun entscheiden Sie selbst anhand der Faktenlage....
Ist Dolzers k.exe (k)ein Trojaner?Was sagt Dialer-Dolzer dazu?"
Leider wird unser Zugangstool von einigen Anti Viren Programmen[sic!] fälschlicher weise[sic!] als Dialer oder sogar Trojaner bezeichnet. Auch einige Online Medien[sic!] haben diese natürlich vollkommen falsche Meldung verbreitet.
Das diese Behauptung vollkommenener[sic!] Blödsinn ist lässt sich leicht Beweisen[sic!][sic!]
Trojaner sind ILLEGALE Programme. Wir sind eine Deutsche[sic!] GmbH und bieten angeblich öffentlich und das seit Jahren Illegale[sic!] Programme in Deutschland an? Wie soll das gehen? Die Seite würde sofort geschlossen werden wen[sic!] in diesen Vermutungen auch nur ein Funke Wahrheit währe[sic!].
Die Wahrheit ist viel mehr dass[sic!] wir namhafte Hersteller von Anti Viren Programmen verklagt haben damit sie diese falschen Einstellungen und Meldungen ihrer Programme ändern müssen. Das Medien solche Meldungen einfach übernehmen liegt meist daran das sie selbst kein technisches Verständnis haben und den falschen Aussagen von Hersteller[sic!] von Anti Viren Programmen[sic!] einfach blind Vertrauen schenken.
Fakt ist: unser Zugangstool ist kein Dialer, kein Trojaner und verursacht natürlich auch keinen Schaden. Unser Zugang ist absolut Gratis[sic!]."
Tja. Der "werbenden" Aussage eines solch klugen Mannes ist sicher nichts mehr hinzuzufügen. Der normal verständige Mitbürger sollte spätestens jetzt wissen, dass die k.exe nur etwas für jene ist, deren Zitate mit noch mehr
[sic!] geschmückt werden und die noch immer glauben, horrende Telefonrechnungen seien ausschließlich durch Abrechnungsfehler der Telefongesellschaften und nicht durch "Gratis-Zugangstools"- wie Dialer oft benannt wurden- bewirkt.
Menschen, Software und Pferde sind im Charakter sehr verschieden, manche sind bösartig, manche sind nützlich, bei Menschen kommt hinzu: manche wenige sind gierig und darüber hinaus nicht von allzuvielen moralischen Skrupeln geprägt, manche halten nach außen hin ihre moralischen Skrupel sehr verdeckt. Manche wieder verdrängen solche, sonst müssten sie am eigenen Tun verrückt werden. Darum sollte man prüfen, was man sich wo herunterlädt.
Eine Beschreibung der in der Lizenz gar nicht so explizit aufgeführten und nur für Dolzer nützlichen Funktionen der k.exe gibt es hier. Hier auch eine Liste von
44.000 Domains, die Dolzer begehrt. Die Liste wird übrigens durch Dolzer ständig angepasst und verändert. Er hat deutlich mehr Domains auf seinem Wunschzettel. Ihre womöglich auch. Sicher ein Grund, die k.exe ganz schnell zu installieren und
Dolzer dabei zu helfen, ein Domain-Engel zu sein...Übrigens: "
holistische" Betrachtung? Ja, ich habe meinen Douglas Adams gelesen. Und ganz ehrlich: habe ich nicht die grundsätzliche Verflechtung von jedem mit allen bedacht?
Nicht ganz. Ich habe Dolzers Umfeld vergessen. Als da wären:
Freiherr von Gravenreuth und
Bernhard Syndikus. Beides seine Anwälte. Früher beide in der Münchner Schwanthaler Str. 5, Dolzer in Nummer 3. "Wand an Wand" - da gab es mal ein Lied von.
Meine Oma sagte immer "Gleich und Gleich gesellt sich gern!"- das ist Ausdruck dessen, dass die holistischen Betrachtungsweise wohl schon lange Familienmerkmal ist.
Er verschränkte die Hände hinter seinem Rücken, zog die Augenbrauen hoch und begann, einen alten beteigeuzischen Schlachtgesang zu summen. - aber das ist für einen Beitrag, der erst später erscheint- da geht es dann um einen Anwalt, der so sehr gelogen hat, dass sich die Balken biegen.
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