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GesuchtGefunden.de - Abzocke und ein Zusammenhang mit Erpresserbriefen der Oxyron s.r.o (Fastload.tv)

Fragwürdiges um die PayPlus GmbH, Aachen und Bernhard Syndikus

2008-07-03, Quelle: Eigenbericht (Jörg Reinholz) | AddThis Bookmark
Die PayPlus GmbH aus Aachen betreibt einige Webangebote, z.B. "GesuchtGefunden.de". Dort findet sich auf der Startseite:

"Jetzt kostenlos anmelden und monatlich 30 kostenlose SMS versenden"

So ganz kostenlos, wie es scheinen soll, ist das Angebot jedoch nicht: in den AGB, denen man bei einer Anmeldung zustimmen soll findet sich:

§ 4 Preise

(1) Die Nutzung von GesuchtGefunden ist entgeltpflichtig . Zur Freischaltung der entgeltlichen Dienste akzeptiert der Nutzer die damit verbundene Zahlungsverpflichtung durch Klicken auf das in diesem Fall angebotene Bestätigungsfeld. Die genauen Entgelte und Konditionen werden im Laufe der Freischaltung angezeigt.


Erst zweimal groß "kostenlos", dann in den AGB der Hinweis, dass die "Die genauen Entgelte und Konditionen [...] im Laufe der Freischaltung angezeigt" werden. Das hat einen unangenehmen Geruch, nämlich den nach "Beschiss" wie die Kriminalpräventionsstelle in Bielefeld in einem ähnlichen Fall formuliert. Wie viele sich bisher täuschen ließen ist nicht bekannt möglicherweise bekommen schon bald eine ganze Reihe von Betroffenen Mahnungen von Katja Günther. Wie der Autor darauf kommt? Dazu später.

Zwischen der PayPlus GmbH aus Aachen und einer Firma "Oxyron s.r.o", sehr angeblich Bratislava (Slowakei) lokalisiert, scheinen enge Zusammenhänge zu bestehen:

   Domain Name: FASTLOAD.TV
Registrar: EPAG DOMAINSERVICES GMBH
Whois Server: whois.enterprice.net
Referral URL: http //www.enterprice.net
Name Server: NS1.EASYNAME.EU
Name Server: NS2.EASYNAME.EU
Status: CLIENT-XFER-PROHIBITED
Updated Date: 12-mar-2008
Creation Date: 20-mar-2007
Expiration Date: 20-mar-2009

Die IP-Adresse ist übrigens 87.106.88.229, die liegt bei 1und1.

Praktisch die gleichen Registrierungsdaten finden sich für eine Domain "Erobay.tv":
   Domain Name: EROBAY.TV
Registrar: EPAG DOMAINSERVICES GMBH
Whois Server: whois.enterprice.net
Referral URL: http //www.enterprice.net
Name Server: NS1.EASYNAME.EU
Name Server: NS2.EASYNAME.EU
Status: CLIENT-XFER-PROHIBITED
Updated Date: 12-mar-2008
Creation Date: 02-nov-2007
Expiration Date: 02-nov-2008

Die IP-Adresse ist 81.169.132.30 ... und liegt bei 1und1.

"Erobay.tv" wird laut eigenem Impressum ganz eindeutig von der PayPlus GmbH betrieben

Der Inhaber von PayPlus.de, PayPartner.de und also EroBay.tv ist: Christian Korr, PayPlus GmbH, Huettenstrasse 7
52068 Aachen...

Im Web fand der Autor folgende Aussage:
"Bei näherem Hinsehen bemerkt man, dass PayPartner.de (das angeblich so große Affiliate Netzwerk) nur 2 Produkte zur Auswahl hat.
Einmal: Fastload.tv und außerdem: Erobay.tv
Bei weiterer Recherche zeigt sich: Erobay.tv ist ein Dienst von PayPartner.de.
EroBay.tv ist außerdem nach dem selben Prinzip wie Fastload.tv registriert (Domain bei Easyname.eu, Email bei discardmail.com etc).
"

Das sieht nach einer eindeutigen Verbindung der Seiten und der Betreiber von Fastload.tv, EroBay.tv und PayPartner.de aus.

Lediglich die Registrierung der Mailadressen bei "discardmail.com" konnte der Autor nicht nachvollziehen. Tatsache ist aber, dass die Webseiten von Fastload.tv stets auf deutsch erschienen, auch als der Autor im Browser eingestellt hatte, dass die englische oder slowakische Sprache bevorzugt werde. Das Angebot auf "Fastload.tv" richtet sich einzig an Deutsche oder genauer Deutschsprachige, dass ein Konto der Tatra-Bank (in der Slowakei) benutzt wird ist für diese Tatsache unschädlich, denn dafür gibt es gute und nicht ganz geruchsfreie Gründe: Die nennt der Autor:

Erpressung?


Offenbar seitens der Betreiber von Fastload.tv - und es gibt den oben genannten engen Zusammenhang mit "Erobay.tv" und also der PayPlus GmbH des Christian Korr - wurden Briefe sehr merkwürdigen Inhaltes verschickt.

(siehe: http://www.netzwelt.de/news/78085-fastloadtv-filesharing-anbieter-versucht-kunden-zu.html )

Darin heisst es:

"Uns liegt eine Ermittlungsanfrage der Generalstaatsanwaltschaft in einem Strafverfahren vor, welches nach unserer Einschätzung von der GVU e.V. (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) initiiert wurde."

Dem Brief liegt eine "Kostenrechnung" bei. In der heißt es:

"Rechtsberatungskosten zur Erlangung einer Akteneinsicht . . . . . . . . . 173,40 Euro"

Es wurde also angeblich(!) ein Anwalt zur Akteneinsicht beauftragt und dann will man nicht genau wissen, woher die Anzeige kam? Und welche "Generalstaatsanwaltschaft", bitteschön, beschäftigt sich mit "Filesharing"?

Es handelt sich bei dem Schreiben offensichtlich um einen Serienbrief. Dennoch findet sich in der Kostennote:

"Übersetzungskosten . . . . . . . . . 143,20 Euro"

Soso. Übersetzungskosten, offensichtlich vom Deutschen ins Deutsche. In einem Serienschreiben und in einer Höhe die schon für einen Einzelbrief fragwürdig sind!

"Mir liegen mehrere völlig identische Schreiben vor, hier wurden offensichtlich nur die Namen ausgetauscht." ist die Aussage von Rechtsanwalt Dr. Alexander Wachs

Über das deutsche Anwaltsrecht wusste man auch gut Bescheid:

denn: "Auslagen, Porto, Telekommunikation . . . . . . . . . 25,00 Euro"

Entspricht exakt dem, was ein deutscher Rechtsanwalt hier an Gebühren kassieren dürfte. Ein solcher ist scheinbar nicht unbeteiligt.

Einige Formulierungen der beigefügten Unterlassungserklärung hat der Autor exakt so schon einmal in einer Unterlassungserklärung vorgefunden, die Mario Dolzer ihm (ohne Formulierungsvorschlag des Autors) schickte. Der Dialermafiosi Mario Dolzer wurde früher von Bernhard Syndikus, einem ziemlich bekannten Münchner Anwalt vertreten. Das kann deshalb noch interessant sein, weil es weitere auffällige Parallelen gibt. Denn Bernhard Syndikus, der bekannte Münchner Anwalt hat mindestens eine ähnlich lautende, für ihn gerdezu typische Unterlassungserklärung wegen Spammings auch für mindestens eine der Nachfolgefirmen der "vita active ltd." abgegeben.

Erpressung!


Nach Ansicht (nicht Meinung!) des Autors handelt es sich bei den Briefen um Erpressung. Die Aussagen sind eindeutig :

"Wir haben unsere Logdateien geprüft und eindeutig ermittelt, dass es sich um Ihren FASTLOAD-Account "[...]" handelt. Wir haben festgestellt, dass Sie tatsächlich wiederholt mittels unserer Software und dem FASTLOAD P2P Netz gegen geltendes Recht verstoßen haben."

Das ist der Vorwurf einer Straftat.

"Glücklicherweise anonymsiert die die FASTLOAD-Software alle IP-Adressen. Somit ist es ohne unsere Auskunft der Staatsanwaltschaft nicht möglich Ihre Daten zu ermitteln."

Das ist eine Machtdemonstration. Auf "gut Deutsch" heißt dies: "Sie sind in unserer Hand!" Im übrigen wohl gelogen, denn der Server steht offensichtlich in Karlsruhe... und die Staatsanwaltschaften haben im 1und1 Rechenzentrum schon mehr als einen Server beschlagnahmen lassen.

Und weiter auf Seite 1:

"Durch die Tatsache, dass Sie durch die Freigabe Ihres Download-Ordners nachweislich die genannten Dateien zum Download bereitstellten trifft hier gerade §106 UrhG zu, der mit bis zu 5 Jahren Haft geahndet wird."

"Androhung eines empfindlichen Übels" nennt der Jurist das und genau das ist es auch, wie auf Seite 2 klar wird:

"Die Oxyron s.r.o (FASTLOAD.TV) ist gegenüber deutschen Behörden oder Anwälten nicht auskunftspflichtig. Wir haben bisher weder der Staatsanwaltschaft noch der GVU die zu dem Fastload-Account gehörenden IP-Adressen und Personendaten mitgeteilt..."

... also noch einmal: "Sie sind in unserer Hand!"

"Wir fordern Sie hiermit auf, die beiliegende Erklärung zurückzusenden sowie unsere Kostenrechnung zu begleichen bis spätestens"

Schlappe 341,60 Euro...

"Andernfalls werden wir Ihre IP-Daten und Ihre Personendaten an die Staatsanwaltschaft übermitteln..."

Bingo!


"Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt und dadurch dem Vermögen des Genötigten oder eines anderen Nachteil zufügt, um sich oder einen Dritten zu Unrecht zu bereichern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft." sagt §253 StGB. Der ist eindeutig erfüllt, es handelt sich um Erpressung, denn die geforderte Summe steht der "Firma" "Oxyron s.r.o" nicht zu:

Bei der "Firma" "Oxyron s.r.o" handelt es sich um eine Briefkastenfirma, deren Geschäftssitz angeblich in der Nähe des slowakischen Präsidentenpalastes ist. Einige Quellen geben den Name des früheren Geschäftführers mit Michael Weber, Stefanikova 7, 81106 Bratislava an. Ob der Name und die Adresse stimmt ist fraglich. antiabzocke.net berichtet, dass >laut slowakischem Handelsregister der aktuelle Geschäftsführer der Mitgesellschafter Johann Hospital, Albert-Maas-Str. 45, 52078 Aachen ist. Ein weiterer Partner ist Herbert Eder, Dörflstrasse 32, 3180 Lilienfeld - das ist Österreich. Dieser Herbert Eder ist neben einer Petra Puli¨ová und einer "Star Light Consulting S.L" aus Mallorca/Spanien auch Mitgesellschafter der SLC - Europe s.r.o., ¦tefánikova 7, Bratislava die als dritter Parter eingetragen ist.

Der aktuelle Geschäftsführer Johann Hospital aus Aachen wird, wie sein Vorgänger aus Österreich auch der deutschen Sprache mächtig sein. Demnach erfolgt die Berechnung der Übersetzungskosten in deutlicher Betrugsabsicht.

Angebliche Firma im Ausland, angebliche Slowaken als Geschäftsführer, Beziehungen nach Österreich

Welch merkwürdige Parallelen sich doch manchmal ergeben! Ausgerechnet die Nachfolgefirmen des von Bernhardt Syndikus vertretenen Michael Burat haben angeblich slowakische Geschäftsführer. Was die betrifft gibt es übrigens schon bald auf Rotglut.org eine Überraschung. Zudem ist Bernhard Syndikus für zahlreiche Domains, die formell Österreichern gehören (z.B. Hausaufgaben.de) und letztendlich von Deutschen genutzt werden (z.B. Gebrüder Schmidtlein) "Admin C".

Die merkwürdige Unterlassungserklärung

Die geforderte Unterlassungserklärung ist ebenfalls auffällig. Genau den Text

"verpflichte[t] [ich] [s]ich ohne Anerkennung einer rechtlichen Verpflichtung und ohne [jede] Prädjudiz für die Sach- und Rechtslage [...] gleichwohl rechtsverbindlich gegenüber [...] bei Meidung einer für jeden Fall der Zuwiderhandlung unter Ausschluss der Einrede des Fortsetzungszusammenhanges von [...] festzulegenden angemessenen, im Streitfall durch das zuständige Amts- oder Landgericht zu überprüfenden Vertragsstrafe es ab sofort zu unterlassen..."
kennt der Autor aus mehreren Unterlassungserklärungen, die Bernhard Syndikus für Mandanten, hier auch wieder die "beliebten Ltd." der Buratinos abgab. Auch Syndikus-Kunde Mario Dolzer schickte eine fas gleichlautende Unterlassungserklärung an den Autor.

Hat Bernhard Syndikus mit der Sache zu tun?

In der Newsgroup de.soc.recht.datennetze findet sich ein Hinweis auf einen "bekannten Münchner Rechtsanwalt", der fastload.tv vertreten habe.

Der "bekannte Münchner Rechtsanwalt" Bernhard Syndikus dürfte sich wegen einer Bewährungsstrafe die Finger an einer solchen Sache derzeit nicht verbrennen wollen. Es wird ihm sicher gar nicht recht sein, wenn der Autor den durch obiges begründeten Verdacht äußert, dass Bernhard Syndikus auf die eine oder andere -aber nicht unbedingt strafbare Weise- seine Finger im Spiel hat. Er könnte den eigentümlichen und bei Bernhard Syndikus immer wieder so findenden Wortlaut der Unterlassungserklärung nach sehr wohl diese aber auch den ganzen hier diskutierten Brief formuliert haben. Er hat und hatte in Gegenwart und Vergangenheit seine Finger in auffallend vielen fragwürdigen, schmutzigen bis hin zu kriminellen Geschäften, die mit dem Internet in einem Zusammenhang stehen, drin - weshalb es den Autor nicht wundern würde, wenn sein Verdacht sich erhärten würde.

Tja. Und mit der "FTP-Welt" war er auch an Urheberrechtsverletzungen in gewerblichen Ausmaß beteiligt.

Denn auch in der "FTP-Welt" - Sache hatte Bernhard Syndikus, vom "Rechtsanwalt" Günther Freiherr von Gravenreuth vertreten, mehrfach vor Gerichten lügnerisch behauptet, er habe an strafbaren Handlungen seiner angeblichen Mandanten (eher: Geschäftspartner) keinen Anteil gehabt, wurde aber genau deshalb später zu 10 Monaten auf Bewährung und 90.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Fest steht jedenfalls: "Rechtsanwalt" Bernhard Syndikus wollte sich durch die damaligen Lügen sogar noch dreist ein "Schmerzensgeld" erschwindeln. Sollte Günther Freiherr von Gravenreuth nochmals behaupten, er habe damals von einer Tatbeteiligung des Bernhard Syndikus nichts gewusst, dann wird der Autor ihm sehr deutlich sagen, was er von der Behauptung hält. Zwei Anwälte, eine Kanzlei, beide begingen nicht unerhebliche Straftaten- was soll da noch geglaubt werden?

Noch etwas: Nach Meinung des Autors kann "Fastload.tv" jetzt zumachen. Es war scheinbar ebenso "erfolgreich" wie "GesuchtGefunden.de", wo es scheinbar auch nur 90 Mitglieder, einige offensichtlich mit sehr professionellen Model-Fotos von Agenturen ausgestattet, gibt...
Daneben haben die Betreiber auch gelogen, als sie behaupteten (und noch immer behaupten!), die Nutzung wäre von "Fastload.tv" wäre anonym: Denn wie können die Betreiber denn bei einem "anonymen" Dienst Nutzerdaten wie IP-Adressen und Personalien an die Staatsanwaltschaften oder die GVU weitergeben wollen? Als Lügner haben sich die Betreiber also durch die Briefe schon mal demaskiert. Und es gibt keine Beschwerden darüber, dass Personen den Brief bekommen hätten, die "Fastload.tv" nie benutzt hatten. Statt dessen sieht es so aus, als wären Nutzer wegen Mängeln der Software abgesprungen.

Der Autor findet es gut, dass Staatsanwälte und Polizei Rotglut.org lesen. Wie wäre es denn mit niedlichen kleinen Ermittlungsverfahren wegen (versuchter) Erpressung im gewerblichen Ausmaß? Ansatzpunkte und Momente für einen "Anfangsverdacht" hat der Autor geliefert.

Ach so: Die Frage, die immer wieder gestellt wird: Nein. Nicht bezahlen. Statt dessen Mitgliedschaft fristlos kündigen. Zudem ist der Autor seinen Lesern noch die Darlegung, warum er glaubt, dass Katja Günther bald Mahnungen für "GesuchtGefunden.de" verschickt, schuldig. Nun, ganz einfach: Der Autor glaubt, dass Bernhard Syndikus Katja Günther eben so wie deren Vorgängerin für die Geschäfte der Buratinos geworben hatte. Und: Die leere Drohung der Katja Günther mit einem Schufa-Eintrag war ebenfalls erpresserisch. Man hat ja Stil in gewissen Kreisen- nicht wahr?



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