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Über einen frisierten Roller und einen Generalverdacht gegen alle Bürger

Oder: Die Arroganz der Richter des Verwaltungsgerichtes in Mainz

2008-06-12, Quelle: Eigenbericht (Jörg Reinholz) | AddThis Bookmark
Das Richter in der Bundesrepublik Deutschland immer mehr zu Individuen eines abgehobenen, sich selbst korrumierenden, das Recht im Interesse der eigenen Bequemlichkeit und eines Kastendenkens beugenden Systems werden - welches der derzeit real existierende Sozialismus "Rechtsstaat" nun einmal ist, dass hat der Autor schon immer vermutet. Hier mangelt es bei einer wichtigen Säule der Demokratie ganz definitiv an Kontrolle durch die Bürger.

Nun sieht es aber so aus, als würden sich die Richter des Verwaltungsgerichtes in Mainz von ihrem Elfenbeinturm aus eine Sicht auf die Bürger erlauben, die einen Generalverdacht darstellt:

Da der Versuch scheiterte, den Roller an eine "zuverlässige Person" zu verkaufen, ordnete die Polizei die Verschrottung des Zweirads an. Die Richter gaben den Beamten recht. So sei etwa eine Versteigerung nicht möglich gewesen, weil dabei nicht sichergestellt werden könne, dass der Käufer den "Roller nicht in dem derzeitigen frisierten Zustand im öffentlich Straßenverkehr fahre" (Aktenzeichen: 1 K 825/07.MZ).
meldet N-TV

Auf gut deutsch: Völlig anlasslos betrachten die Mainzer Verwaltungsrichter aus einer von steuerfinanzierter Sorglosigkeit, Lebensfremdheit und "Klugscheisserei" geprägten Perspektive jeden beliebigen Bürger erst einmal als solchen, der eine Straftat begehen wird. Das ist ja ganz natürlich und entspricht sicherlich der Erfahrung der Richter. Etwa mit sich selbst?

Danke für das "Kompliment", meine Herren und Damen Richter! Aber woher nehmen Sie sich das Recht im Rahmen aller jener zu urteilen, die Sie soeben kriminalisiert haben? Oder ging es nur darum eine eindeutig rechtswidrige Handlung der Polizei zu decken?

Nachsatz:
Woran der Verkaufsversuch gescheitert ist, kann der Autor sich im Angesicht dieser Überheblichkeit "des Rechtsstaates" gegenüber den "gemeinen kleinen Arschlöchern von Steuerzahlern" vorstellen: Bei der Polizei Mainz hatte wohl schon jede interessierte "zuverlässige" Person einen frisierten Roller...

Oder war es nicht viel mehr so, dass der Roller tatsächlich aus dem Polizeigewahrsam geklaut wurde und -statt Schadensersatz zu leisten- dem geschädigten Besitzer -um den Vorgang zu vertuschen- noch rotzfrech eine Rechnung über die "virtuelle" Verschrottung nachgeschickt wurde? Wenn der Staat (hier vertreten durch das Verwaltungsgericht Mainz) es sich erlaubt, alle Bürger zu kriminalisieren, dann muss er sich nicht wundern, wenn er "von unten" eben so kritisch beäugt wird.

Und es wäre nicht der erste Vorgang dieser Art- nicht wahr?

Der Autor nimmt begründet an, dass das Rechtssystem der Bundesrepublik Deutschland in der derzeitigen Ausprägung dem der DDR ziemlich ähnelt.



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