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Sucht Tim Schnöckelborg einen Nachfolger für Andreas Neuber? [Update]

Andreas Neubers langjähriger Freund und Mandant in Zusammenhang mit Spammail auffällig

2008-06-10, Quelle: Eigenbericht (Jörg Reinholz) | AddThis Bookmark
Dem Autor ging von einem bloggenden Rechtsanwalt folgende Nachricht zu:

Ein Tim Schnöckelborg, Geschäftsführer der "Reckless Medien GmbH", suche einen Nachfolger für Rechtsanwalt Andreas Neuber. Er sei, so stände in der unverlangt zugegangenen Mail, bereit jeweils als Mandant in Jugendschutz- und Wettbewerbsachen (=teure Abmahnungen...) aufzutreten und dazu entsprechend Webseiten einzurichten, mit denen bewiesen werde könne, das die "Reckless Media GmbH" Mitbewerber sei. Schnöckelborg erwarte im Gegenzug 30% vom Umsatz.

Hinweis: Es gibt für eine solche Zusammenarbeit allerdings handfeste Anhaltspunkte.

Etwas irritiert sei er, so schreibt der Anwalt, der selbst nicht genannt sein will, dass im Subjekt "Aus dem Kontaktformular von online-jugendschutz.de kam folgende Nachricht:" steht.

Nun ja. Dieses Kontaktformular zeigt laut Google des Andreas Neuber Daten.

Dem Mailheader nach kam es von folgender Adresse:
received: from chinook.ispgateway.de (chinook.ispgateway.de [80.67.17.179])

Kurz nachgeschaut:
~> host reckless.de
reckless.de has address 80.67.17.179
reckless.de mail is handled by 100 mxlb.ispgateway.de.

Also der Server, auf dem "reckless.de" auch liegt. Ob der Versender - laut header ein:
From: Webserver User [u158434@chinook.ispgateway.de]

- dann tatsächlich auch Tim Schnöckelborg ist kann ohne Hilfe von "ispgateway.de" noch nicht gesagt werden. Immerhin wirkt die Art der Kontaktaufnahme etwas grob und dieser Tim Schnöckelborg wäre nicht der erste "Webdesigner", der seinen Kunden unsichere Webseiten baut. Andererseits würde genau das wieder von einer gewissen Ahnungslosigkeit zeugen, die auch die Vermutungen zulässt, das Schnöckelborg zum Ersten beim Bau eines Skriptes für den Spamversand gepatzt haben kann (und deshalb die Zeile "Aus dem Kontaktformular von online-jugendschutz.de kam folgende Nachricht:" hin das Subjekt geriet) und zum Zweiten aber auch das der Tim Schnöckelborg tatsächlich ein wenig dreist bei der Suche nach einem Nachfolger vorging. Er hätte, falls er Missbrauch durch einen Dritten behauptet, ja seinem Kunde Andreas Neuber schließlich auch ein unsicheres Mailskript installiert.

Über die anrüchige "Zusammenarbeit" von Andreas Neuber und Tim Schnöckelborg in Abmahnsachen ist ja schon einiges bekannt. Aber das Tim Schnöckelborg 30% des Kuchens will ist schon etwas heftig... und nach Betrug riecht die hier dargestellte Form der gewünschten Zusammenarbeit allemal.

Also wäre ich Richter dann würde ich im Angesicht der Beweislage (sendender host ist definitiv der von reckless.de) den Tim Schnöckelborg zur Unterlassung verurteilen. Ob Neuber bereit ist ihn für 30% zu vertreten? Und wie wird die Anwaltskammer diese nun durchaus zu vermutende Zusammenarbeit beurteilen?


[Update]

Ups. Da hat wohl ein weiterer Betroffener Google bemüht:

"Sehr geehrter Herr Reinholz,

mir ging die gleiche Nachricht zu. Scheinbar haben Sie über das Gespann der Herren Neuber und Schnöckelborg Informationen die mir bei einem Vorgehen gegen den Versand unerwünschter Mails nützlich sein können..."


Das Kontaktformular wurde gelöscht. Oder wurden da etwa Beweise für den Spamversand vernichtet?

Den Autor würde sehr interessieren wen es noch getroffen hat. Er hat dafür ein sicheres Mailformular.

[Update]

In dem im Google-Chache gespeicherten Mailformular fand der Autor folgendes:
[input type="hidden" name="recipient" value="info@online-jugendschutz.de"]

Nun denn, falls Tim Schnöckelborg nicht der Versender gewesen sein will, dann bescheinigt der Autor dem Geschäftsführer der "Reckless Media GmbH" aber einen gewaltigen Ballen Ahnungslosigkeit. Die Empfängeradresse im Jahr 2008 noch aus einem versteckten Formularfeld zu nehmen ist eine wirklich grobe Dumm- und damit Fahrlässigkeit. Jemanden, der so unfassbar ahnungslos ist und zugleich so dreist ist, trotz dieser Ahnungslosigkeit derartige Leistungen an Kunden zu verkaufen, dem traut der Autor auch zu, dass er spammt und dafür "seinen" Webserver benutzt um, wie er falsch hofft, nicht erkennbar zu sein. Wie wird es bei den Skripten der "Reckless Media GmbH" erst um die anderen Sicherheitsfragen stehen? Das kann der Autor besser.

Mögliche weitere Kunden der Reckless Media GmbH (einst Krefeld, jetzt Erfurt) sollten ihre Webseiten von einem sachverständigen Dritten auf ähnliche Sicherheitslöcher überprüfen lassen.



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